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Miteinander gegen Fremdenfeindlichkeit

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Pressemitteilungen
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20.09.2009 Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag von CDU und FDP

14.09.2009 Pressemitteilung: Interkulturelle Tage in Dresden

27.08.2009 Pressemitteilung: Nein zur Zwangsunterbringung von Asylbewerbern

16.07.2009 Pressemitteilung: Die Würde des Menschen muss unantastbar bleiben

05.07.2009 Presseinformation: Ausländerrat Dresden fordert Zivilcourage und kritisiert Freispruch von Neonazis

05.07.2009 Presseinformation: Ausländerrat Dresden entsetzt über Bluttat im Dresdner Landgericht

17.12.2008 Presseerklärung des Ausländerrat Dresden e.V. zum Internationalen Tag der Migranten

02.12.2008 Dresdner Ausländerrat mit neuem Vorstand

15.09.2008 Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zum Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Oppach vom 15. September 2008

09.04.2008 Pressemitteilung des Ausländerrates Dresden e.V. zur Veranstaltung "Fremdenhass und Rassismus - die NPD als geistiger Brandstifter" Vortrag und Diskussion am 9. 4. 2008 um 19:00 Uhr

31.03.2008 Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zum Überfall auf Asylbewerberheim in Langburkersdorf vom 31.03.08

13.02.2008 Aufruf des Ausländerrates Dresden e.V.
Zum 13. Februar 2008

03.09.07 Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zur Anfrage der NPD-Fraktion an die Sächsische Staatsregierung vom 3.9.07

06.07.2007 Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zu Änderungen des Zuwanderungsgesetzes verabschiedet durch den Bundesrat am 06.07.2007

07.06.07 Pressemitteilung des Ausländerrates Dresden e.V:
"STOPPT RECHTSEXTREME GEWALTTÄTER!" vom 07.06.2007


Dresden, 20.09.2009

Nichts übrig für Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchende

Der Ausländerrat Dresden e.V. kritisiert vehement den Entwurf des Koalitionsvertrags von CDU und FDP.

„In einem Land mit so starken rassistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen wie Sachsen versagt der vorgelegte Koalitionsvertrag und damit der Leitfaden für die Regierungspolitik der kommenden fünf Jahren total. Integrationspolitik sucht man vergebens. Denn sie nur auf die Spätaussiedler zu beschränken, ist viel zu kurz gegriffen“, kommentiert Sebastian Vogel, Vorsitzender des Ausländerrates Dresden den Koalitionsvertrag. Es handle sich hierbei um einen alarmierenden Rückschritt im Vergleich zur Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD der vergangenen Legislaturperiode.

Auch die Bekämpfung von Rassismus, Rechtsextremismus und allen anderen Erscheinungen von Menschenfeindlichkeit, also von fundamentalen Staatsaufgaben, sind im Vertrag nicht enthalten. Angesichts dieser Vereinbarung stellt sich die Frage, wie sich die Koalitionspartner ein "weltoffenes und tolerantes Sachsen" vorstellen?

„Leider fehlen im vorgelegten Entwurf die zwei wichtigsten Werte, die ein schwarz-gelber Koalitionsvertrag beinhalten sollte: christliche Nächstenliebe und Liberalität. Weder CDU noch FDP scheinen an einem gleichberechtigten und aufgeklärten Umgang aller in Sachsen lebenden Menschen interessiert zu sein.“ kommentiert Sebastian Vogel, Vorsitzender des Dresdner Ausländerrates das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen.
„Die nach Sachsen kommenden oder schon hier lebenden Migrantinnen und Migranten werden in dieser Regierung keine Stimme haben, außer sie gehören zur Gruppe der Spätaussiedler oder werden wie Studierende und Fachkräfte als „nützlich“ angesehen. Dieser Ansatz ist weder aufgeklärt, noch moralisch.“, meint Vogel.

Der Ausländerrat Dresden e.V. fordert daher, das Amt der/des sächsischen Ausländerbeauftragten zu stärken und es vom Landtagsmandat zu entkoppeln. „Wir brauchen einen Integrationsbeauftragten, der frei von Parteiräson und Landtagsmehrheit sich um die Belange der in Sachsen lebenden Migrantinnen und Migranten kümmern kann.“, ergänzt Vogel.

Der 1990 gegründete „Ausländerrat Dresden e.V." setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Mehr Informationen unter: www.auslaenderrat.de

Ansprechpartner: Sebastian Vogel, 0179 7974733


Dresden, 14.09.2009

Interkulturelle Tage in Dresden

Vom 20.0 9. bis 04.10.2009 finden in Dresden die Interkulturellen Tage 2009 statt. Sie werden vom Ausländerrat Dresden e.V. koordiniert. Den Startschuss für die mehr als 70 Veranstaltungen gibt Oberbürgermeisterin Helma Orosz zur festlichen Eröffnung am Sonntag, 20.09.2009 um 13.00 Uhr vor dem Rathaus und um15 Uhr im Plenarsaal des Rathauses

„Die jährlich stattfindenden Interkulturellen Tage in Dresden sind uns ein Herzensanliegen, weil sie den Gästen die wunderbare Möglichkeit bieten, die unterschiedlichsten Veranstaltungen zu erleben und sie zusammen mit Migrantinnen und Migranten zu gestalten.“, erklärt Sebastian Vogel, Vorstandsvorsitzender des Ausländerrates Dresden e.V.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Misch mit“ - es ist zugleich Titel einer Veranstaltung am 30. September, bei der die Stadtverwaltung Dresden ihr neues Integrationskonzept vorstellt. Veranstaltungen mit politischem Hintergrund sind etwa „roots germania“ am 22. September, „Warum sind Afrikaner Schlusslicht?“ am 26. September oder „Eva ist emanzipiert, Mehmet ist ein Macho“ am 2. Oktober. Um Menschen, die in Deutschland Zuflucht gefunden, aber noch längst nicht das Gefühl haben, endlich in Sicherheit und Geborgenheit zu sein und einfach normal leben zu können, geht es in Veranstaltungen wie „Abschiebung im Morgengrauen“ am 28. September, „Integration von Flüchtlingen“ am 2. Oktober oder dem Gottesdienst am 4. Oktober.

In der unter dem Titel stehenden Gedenkveranstaltung an Marwa El-Sherbini „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehen uns alle an!“ wird am 23. September der Frage nachgegangen: „Wo bist Du, weltoffenes Dresden?“

Kulturbegeisterte lockt anspruchsvoller Kulturgenuss von spanischer, mosambikanischer, vietnamesischer und lateinamerikanischer Kunst hin zu außergewöhnlichen Konzerten, Literaturabenden und Ausstellungen. Eine Fülle interessanter Angebote gibt es für Kinder - hervorzuheben ist hierbei das Straßenfest am 26. September vor der Altmarktgalerie.

Der 1990 gegründete „Ausländerrat Dresden e.V." setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Mehr Informationen unter: www.auslaenderrat.de

Ansprechpartner: Asad Mamedow Tel.: 0351-4363724.

Die Veranstaltungen des Ausländerrates Dresden e.V. im Überblick:

22. September 2009, 19 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden)
„roots germania“ - Filmabend mit anschließendem Gespräch „Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang!“. Mit dieser Textzeile rief die Neonaziband „White Aryan Rebels“ in einem Hetzsong zum Mord an der Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Mo Asumang. Dieser Schock inspirierte Mo Asumang zu einer filmischen Spurensuche.
Veranstalter: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V./Mediathek Dresden in Zusammenarbeit mit dem Ausländerrat Dresden e.V.

23. September 2009, 19.00 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden) Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehen uns alle an! Verstecken wir uns nicht hinter einer behaupteten Weltoffenheit! (Veranstaltung in Gedenken an Marwa El-Sherbini) Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern des Ausländerrates Dresden e.V., des Ausländerbeirates, Referent für Ausländische Studierende der TU Dresden, RAA Sachsen e.V.
Veranstalter: Ausländerrat Dresden e.V.

26. September 2009, 12 – 17 Uhr (Dr.-Külz-Ring, vor der Altmarktgalerie) Interkulturelles Straßenfest – Ein buntes Fest für kleine und große Menschen Dresdner Vereine und Initiativen stellen sich vor - mit Bühnenprogramm, Spiel und Spaß, und kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt

28. September 2009, 18 – 20 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden) Traditioneller Tanzkurs aus Benin Die Teilnehmenden üben mit dem Tanzlehrer Euloge Zodeougan an den drei Abenden vom 28.09.-30.09. (jeweils 18-20 Uhr) traditionelle Tänze aus dem ehemaligen Königreich Dahomey (heutige Republik Benin) ein.
Veranstalter: Ajalala-zen/Eine Welt für Frauen in Benin und Deutschland e.V. und Ausländerrat Dresden e.V.

28. September 2009, 19 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden) Abschiebung im Morgengrauen – Alltag in der Ausländerbehörde Filmvorführung und Diskussionsmöglichkeit mit Flüchtlingen und Mitarbeiter/innen der Flüchtlingsberatung
Veranstalter: Ausländerrat Dresden e.V.

30.September 2009, 18.00 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden)
Konzert der russischen Gruppe Kalinka Migrantinnen und Migranten aus der GUS singen russische, ukrainische, deutsche Lieder und Lieder der russischen Roma. Für gute Stimmen und Stimmung ist gesorgt!
Veranstalter: Ausländerrat Dresden e.V.

02. Oktober 2009, 19 Uhr (IBZ, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden)
„Eva ist emanzipiert, Mehmet ist ein Macho – Zuschreibung, Ausgrenzung, Lebensbewältigung und Handlungsansätze im Kontext von Migration und Geschlecht“ Referentinnen: Dr. Marion Gemende, Prof. Dr. phil. Steffi Weber-Unger Rotino Das öffentliche Bild von Migrantinnen und Migranten ist eng geknüpft an die traditionellen Geschlechterverhältnisse. Zu fragen ist nach den Hintergründen dafür. Heute werden zum einen differenzierte Analysen gefordert, die verschiedene Dimensionen von Ungleichheit und ihre gesellschaftlichen Stellung in den Blick nehmen, und zum andern ein ressourcenorientierter Blick auf die Subjekte haben.
Veranstalter: Ausländerrat Dresden e.V.

02. Oktober 2009, 19.30 Uhr (Ev. Hochschule für Sozialarbeit, Semperstraße 2a) Integration von Flüchtlingen, Geduldeten und Asylbewerbern
Veranstalter: SFR e.V., ÖIZ e.V.

04. Oktober 2009, 15 Uhr (Kulturrathaus Dresden, Clara-Schumann-Saal, Königstr. 15) ZHONG QIU – Kunst, Musik und Erzählungen zum Mondfest Zauberhafte Musik, Kunstausstellung und Erzählungen aus Europa, Russland und Asien
Veranstalter: Chinesisch-Deutsches Zentrum e. V.,Dresdner Kunstwerkstatt, Ausländerrat Dresden e. V.

Ausländerrat Dresden e.V.
Heinrich-Zille-Str. 6
01219 Dresden
Tel.: 0351-4363730
Fax: 0351-4363732
www.auslaenderrat.de
blog.auslaenderrat.de


Dresden, 27.08.2009

Nein zur Zwangsunterbringung von Asylbewerbern

Anlässlich des gestrigen Suizids einer Asylbewerberin im Asylbewerberheim Frankenau fordert der Ausländerrat Dresden e.V. ein Umdenken bei der Unterbringung von Asylbewerbern.

„Neben einer lückenlosen Aufklärung der Geschehnisse in Frankenau fordern wir die generelle Überprüfung der Lebenssituation von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern", erklärt Sebastian Vogel, Vorstandsvorsitzender des Ausländerrates Dresden e.V.

Die Unterbringung in Asylbewerberheimen erfolgt unfreiwillig und unter Zwang. Die dortige Unterbringung ist unmenschlich und unzumutbar. Daher plädiert der Ausländerrat Dresden e.V. für eine dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern und geduldeten Flüchtlingen, wie sie die betroffene Familie beantragt hatte.

In Dresden gibt es fünf Asylbewerberheime. Für deren Schließung und die dezentrale Unterbringung der dort lebenden Menschen kämpft der Ausländerrat Dresden e.V. zusammen mit anderen Vereinen und Initiativen bereits seit Jahren.

Der 1990 gegründete „Ausländerrat Dresden e.V." setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Ansprechpartner: Sebastian Vogel, 0179 7974733


Dresden, 16.07.2009
Die Würde des Menschen muss unantastbar bleiben

Der Ausländerrat Dresden e.V. fällt im Großen und Ganzen ein positives Resümee der Gedenkveranstaltung vom 11. Juli 2009 anlässlich des Mordes der Ägypterin Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden.

Um dem Gedenken, den Gefühlen und der Trauer nach der Bluttat im Dresdner Landgericht einen Rahmen zu geben, hatte der Ausländerrat Dresden e.V. gemeinsam mit anderen Vereinen und Initiativen diese Gedenkveranstaltung initiiert, zu der etwa 1.500 Menschen sowie zahlreiche Medienvertreter aus der ganzen Welt erschienen.

„Wir sind sehr froh darüber, dass am Sonnabend so viele Dresdner gekommen sind, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.“, erklärt Sebastian Vogel, Vorsitzender des Ausländerrates Dresden e.V. „Bezüglich der Kritik, dass die Beteiligung durchaus hätte größer sein können, verweisen wir darauf, dass der Ruf nach einer veränderten Integrationspolitik und nach einem verstärkten Kampf gegen Rechtsextremismus nicht nur in Dresden laut und deutlich hörbar war.“

Wichtig ist nun jedoch, dass den eindringlichen Worten der Redner und dem Medienecho in aller Welt jetzt auch Taten folgen müssen, denn das eigentliche Problem des Rassismus in Dresden ist größer als behauptet und nicht durch beschönigende Worte wegzureden. „So lange auch nur ein einziger Mensch in einer Dresdner Straßenbahn oder an einer anderen Stelle dieser Stadt wegen seiner Hautfarbe oder dem Tragen eines Kopftuches beleidigt oder belästigt wird, haben wir in dieser Stadt ein prinzipielles Problem, denn in jedem dieser Fülle werden Menschenrechte beeinträchtigt.“ ergänzt Vogel.

Vor allem die Stadt darf nicht aus der Pflicht genommen werden. Deshalb intensiviert der Ausländerrat den notwendigen Dialog mit den Migrantengruppen und der Landeshauptstadt in Dresden. Dazu wird es in den kommenden Tagen mehrere Treffen mit verschiedenen Dresdner Persönlichkeiten und Migrantenvereinen geben. Um das Gedenken aufrecht zu halten, wurde unter www.auslaenderrat.de ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet, in dem die Bevölkerung der Familie des Opfers ihr Mitgefühl ausdrücken kann.

Der 1990 gegründete Ausländerrat Dresden e.V. setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Ansprechpartner: Sebastian Vogel, 0179 7974733


Dresden, 5.07.2009
Ausländerrat Dresden fordert Zivilcourage und kritisiert Freispruch von Neonazis

Aus aktuellem Anlass fordert der Ausländerrat Dresden e.V. den Schutz zivilcouragierter Menschen.

Für seinen gewaltfreien Protest am 13. Februar 2009 mittels des lauten Abspielens von Klezmer-Musik während eines Neonazi-Aufmarschs muss Grünen-Sprecher und Stadtrat Stephan Kühn 150 Euro Bußgeld zahlen.

„Zivilcouragierte Menschen, die gewaltfrei gegen Antidemokraten und Rassisten protestieren, müssen geschützt und nicht bestraft werden", fordert Sebastian Vogel, Vorstandsvorsitzender des Ausländerrates Dresden.

Kritik ruft im Ausländerrat Dresden e.V. die Entscheidung des Amtsgerichts Meißen hervor, welches in dem nicht genehmigten Gedenkmarsch durch die Meißner Altstadt zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess trotz offensichtlicher Nazisymbolik keinerlei Störung der öffentliche Ruhe erkannte.

„Mehr als zuvor zeigen die Ereignisse der letzten Tage, dass das zivilgesellschaftliche Engagement einiger weniger dringend durch den „Anstand der Zuständigen" in Verwaltungs- und Entscheidungsebenen unterstützt werden muss." fordert Vogel.

Der 1990 gegründete „Ausländerrat Dresden e.V." setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Ansprechpartner: Sebastian Vogel, 0179 7974733


Dresden, 05.07.2009
Ausländerrat Dresden entsetzt über Bluttat im Dresdner Landgericht

Der Ausländerrat Dresden e.V. äußert seine Empörung über die mutmaßlich rassistische Tat, die am Mittwoch während einer Berufungsverhandlung in einem Beleidigungsprozess am Dresdner Landgericht zum Tod der ägyptischen Zeugin und zur schweren Verletzung ihres Mannes geführt hatte.

„Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Tat", erklärt Sebastian Vogel, Vorsitzender des Ausländerrates Dresden. „Wir möchten unser großes Mitgefühl mit den Hinterbliebenen ausdrücken. Durch die grauenvolle Tat wurden zwei Familien zerstört."

In diesem Zusammenhang verlangt der Ausländerrat Dresden e.V. Wachsamkeit der staatlichen Stellen gegenüber intoleranter und menschenverachtender Haltungen. „Hierbei handelt es sich eindeutig um eine rassistische Tat. Wer eine Frau erst beleidigt, weil sie ein Kopftuch trägt und sie später sogar öffentlich angreift und tötet, muss den Kopf voller dumpfem Fremdenhass haben." so Vogel abschließend.

Der 1990 gegründete „Ausländerrat Dresden e.V." setzt sich für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von Migranten und der Stärkung ihrer Selbstvertretung. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt eine Beratungsstelle für Migranten sowie die Räume des mobilen Beratungsprojektes für Flüchtlinge und die Kinder- und Jugendarbeit.

Ansprechpartner zum Thema: Sebastian Vogel, Tel.: 0179 7974733


Presseerklärung des Ausländerrat Dresden e.V. zum Internationalen Tag der Migranten

Migranten wollen Teil der Gesellschaft sein

Im Dezember 2000 hat die UNO den 18. Dezember als den Internationalen Tag der Migranten ausgerufen.



Sächsische Zeitung von 18.12.2008

Anläßlich dieses Tages möchte der Ausländerrat Dresden e.V. an die Probleme, die Migranten in unserer Gesellschaft haben, erinnern. Der Aussländerrat Dresden e.V. mit seiner stark frequentierten Beratungsstelle für Migranten ist sehr gut vertraut mit den unterschiedlichen Problemen die Migranten in Deutschland haben.

Es sind unter anderem ausländerrechtliche Fragen, Fragen der Integration in das Schulsystem und den Arbeitsmarkt und Probleme der Anerkennung von Qualifikationen welche Migranten in ihren Herkunftsländern erworben haben für die Beratung und Unterstützung in der Beratungsstelle des Ausländerrates gesucht wird.

Die vom Ausländerrat Dresden e.V. mitorganisierte Tagung des Sächsischen Migrantenbeirates am 13.12.08 in den Räumen des Internationalen Begegnungszentrums des Ausländerates zeigte, dass Migranten in Deutschland neben den alltäglichen Problemen auch ein grundlegendes Anliegen haben. Sie wollen nicht mehr nur Objekte von politischem und administrativem Handeln sein, sondern wollen sich als politisch handelnde Subjekte in die Gesellschaft einbringen.

Auf der Tagung bei der Menschen aus ganz Sachsen, viele davon mit Migrationshintergrund, anwesend waren, wurde von den Migranten einhellig der Wunsch geäußert als gleichberechtigte Bürger am politischen Leben teilnehmen zu können. Dazu gehört die Wahl der Ausländer- und Migrantenbeiräte durch die Migranten selber, die in Dresden bereits verwirklicht ist, aber bei dem in Leipzig im Aufbau befindlichen Migrantenbeirat in Frage gestellt wird und das Ziel, dass auch langjährig hier lebende Migranten, die nicht aus EU-Ländern stammen, gleichberechtigt an Kommunalwahlen teilnehmen können.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Andreas Hempel (Öffentlichkeitsarbeit Ausländerrat),
Tel. 0351/4363727;
0170/4788273
Andreas Naumann (Vorstandsmitglied des Ausländerrat Dresden e.V.),
Tel. 0178/2835925.

Falls Sie selbst einmal mit Migranten in Dresden in Kontakt kommen möchten, melden Sie sich bitte im Verein unter der Telefonnummer 0351/4363730 bei Herrn Degenkolb.


Dresdner Ausländerrat mit neuem Vorstand

Der auf der Mitgliederversammlung am 17.11. neu gewählte Vorstand des Dresdner Ausländerrats e.V. hat sich auf seiner konstituierenden Sitzung am gestrigen Abend auf die Verteilung der einzelnen Funktionen geeinigt. Demnach wird es einen Wechsel an der Spitze des Vereins geben.

Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Sebastian Vogel gewählt. Der 29-jährige studierte Politik- und Geschichtswissenschaftler arbeitet als Geschäftsführer in der SPD Sachsen und engagiert sich in Dresden seit Jahren in mehren Vereinen und Initiativen zur Humanitären Hilfe und zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus.

Zu seiner Stellvertreterin wählte der Vorstand In-Am Sayad Mahmood, die am Ökumenischen Informationszentrum in Dresden als Dolmetscherin arbeitet und vor allem im christlich-islamischen Dialog engagiert ist.

Neuer Schatzmeister ist der Stadtrat (DieLinke) Andreas Naumann, der sowohl in der Stadt Dresden als auch im Bund Mitglied im Ausländerbeirat ist und sich seit Jahren für ein integrationsfreundliches Klima in Dresden einsetzt.

Den Vorstand komplettieren der langjährige Vereinsvorsitzende, Ralf Westenhöfer, und dessen ehemalige Stellvertreterin, Linda Sperling, der Grafiker Ronny Geißler und die Vorsitzende des Flüchtlingsrates Sachsen e.V., Johanna Stoll.

Insbesondere Ex-Vereinschef Ralf Westenhöfer freut sich über die Verjüngung im Vorstand: „Unser Verein leistet eine überaus wichtige Arbeit bei der Schaffung eines aufgeschlossenen und gleichberechtigten Miteinanders aller in Dresden lebenden Menschen. Ich freue mich, dass vor allem junge Menschen diese Bedeutung erkennen und somit die Zukunft der Vereinsarbeit sichern.“

Neben dem Erhalt der wichtigen Bildungs- und Beratungsarbeit, die im Internationalen Begegnungszentrum auf der Heinrich-Zille-Straße stattfindet, sieht Vogel im Verein auch ein wichtiges Instrument zur Vertretung der Interessen der in Dresden lebenden Nichtdeutschen. „Für einen gleichberechtigten Umgang aller in dieser Stadt lebenden Menschen ist beispielsweise das Kommunalwahlrecht auch für so genannte Nicht-EU-Ausländer eine Notwendigkeit“ regt Vogel mit Blick auf die kommenden Stadtratswahlen an.

Der Ausländerrat Dresden e.V. hat derzeit über 60 Mitglieder und wurde 1990 zur gegenseitigen Hilfe von Menschen für die hier in Dresden lebenden Migrantinnen und Migranten gegründet.

Für seine Arbeit ist er mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden.


EINE AKTION VON DILETTANTEN, ODER VERSUCHTER MORD?

Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zum Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Oppach

In der Sächsischen Zeitung vom 15. September 2008 wurde auf Seite 6 in der Rubrik Nachrichten über einen Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Oppach berichtet.Glücklicherweise wurden Menschen nicht verletzt und es trat kein großer Schaden auf.

Eine kriminelle Aktivität unter anderen, die morgen schon vergessen ist? Oder ist es möglich, diese Tat in eine Zunahme rechtsextremistisch motivierter Brandanschläge in Sachsen einzuordnen?

Seit Jahresbeginn wurden 11 solcher Fälle durch die Opferberatungsstelle der RAA Sachsen registriert (2007 waren es 3 Brandanschläge). Vor allem waren von Migranten betriebene Imbisse - auch in Dresden - betroffen. Eine deutliche Zunahme derartiger Taten ist wahrlich erkennbar.

Es kann also nicht von vereinzelten Aktivitäten irgendwelcher „Alkoholtäter“ gesprochen werden. Noch deutlicher muss festgestellt werden, dass bei diesen Brandanschlägen bewusst die Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen werde.

Makaber ist die Bemerkung der NPD (www.npd-loebau-zittau.de), dass es sich um „Dilettanten“ oder inkonsequente Täter gehandelt haben könnte. Können es bestimmte „Leute“ besser?

Richtig und wichtig ist, gegen eine derartige Untat und die nachweisliche Tendenz die Stimme zu erheben, besser noch aktiv, Menschen zu helfen und einander beim Kennen lernen Unterstützung zu leisten.

Der Ausländerrat Dresden e.V. verurteilt diese kriminellen Aktivitäten auf das Deutlichste. Der Verein wirkt dagegen u.a. mit Beratungen für Menschen ausländischer Herkunft auch in vielen Asylbewerberheimen Sachsens und mit den Interkulturellen Tagen der Stadt Dresden vom 21. September bis zum 5. Oktober 2008.

 


"Fremdenhass und Rassismus - die NPD als geistiger Brandstifter" Vortrag und Diskussion

Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder flammt die Diskussion um ein NPD Verbot auf. Unsere Veranstaltung wird für diese Diskussion neue und stichhaltige Argumente liefern. Wir bitten Sie um Ankündigung der folgenden Veranstaltung:

Was? "Fremdenhass und Rassismus - die NPD als geistiger Brandstifter" Vortrag und Diskussion

Wann? 9. 4. 2008, 19:00 Uhr

Wo? Haus an der Kreuzkirche (Mauersberger-Saal) An der Kreuzkirche 6

Inhalt der Veranstaltung:

In einem einführenden Referat wird PD Dr. habil. Steffen Kailitz (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut) die wichtigsten Erkenntnisse seiner brisanten Studie mit dem Titel: "Das nationalsozialistische Vertreibungs- und Nationalisierungsprojekt der NPD" vorstellen. Seine im wesentlichen auf allgemein zugänglichen programmatischen Texten der NPD beruhende Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass die programmatischen Forderungen der NPD die Menschenrechte von Millionen deutschen Bürgern schwerwiegend angreifen und die Pläne der NPD sogar über die von der NSDAP vor 1933 geäusserten Ziele hinausgehen.

Die NPD plant die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland. Dabei spielt es für die NPD keine Rolle, ob diese Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und sich mit Deutschland als ihrer Heimat identifizieren. Allein die ethnische Herkunft soll ausschlaggebend sein. Die Kosten dieser beschönigend Rückführung genannten Vertreibungsaktion sollen durch sogenannte Nationalisierung (die Nazis sprachen von Arisierung), also Enteignung des Vermögens der Vertriebenen und Strafabgaben von Betrieben, die Menschen mit nichtdeutscher ethnischer Herkunft beschäftigen, aufgebracht werden.

Wer sich mit diesen Zielen der NPD vertraut macht, muss anerkennen, dass die Bemühungen um ein Verbot dieser Partei weiterhin geboten sind.

Anschließend an den Vortrag soll in einer Podiumsdiskussion mit kompetenten Experten, Politikern, engagierten Bürgern und von Fremdenfeindlichkeit Betroffenen diskutiert werden, wie fremdenfeindliches und rassistisches Gedankengut von der NPD verbreitet wird und wie die Gesellschaft dem entgegentreten kann.

Moderation der Podiumsdiskussion: Christian Demuth (Bürger Courage)
Podiumsteilnehmer: Dr. Olaf Vahrenhold (Verfassungsschutz Sachsen), Pof. Dr. Cornelius Weiss (Mitglied im Sächsischen Landtag, SPD), PD Dr. habil. Steffen Kailitz (Hannah-Arendt-Institut), Nabil Yacoub (Vorstandsmitglied des Ausländerrates Dresden), Sven Forkert (Koordinator gegen Extremismus (im Landkreis Sächsische Schweiz), ehrenamtlich bei der Aktion Zivilcourage)

Die Veranstaltung steht im Kontext des Gomondai-Gedenkens und wurde vom Ausländerrat Dresden e.V. initiiert.

Zu fachlichen Fragen steht Ihnen auch PD Dr. habil. Steffen Kailitz Tel.: 0351/463 34390 zur Verfügung.


WIEDER ÜBERFALL AUF ASYLHEIM IN SACHSEN

Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zum Überfall auf Asylbewerberheim in Langburkersdorf

Am 31.03.08 berichtete ein palästinensischer Asylbewerber einem Mitarbeiter des Ausländerrates Dresden e.V., der im Rahmen eines EU- und UNHCR-geförderten Projektes Asylbewerber im Regierungsbezirk Dresden betreut, dass das Asylbewerberheim Langburkersdorf am 28.03.08 um ca. 23.30 Uhr von Unbekannten überfallen wurde.

Ein Zimmer im ersten Erdgeschoss wurde mit Bierflaschen beworfen. Ein Asylbewerber aus Sri Lanka wurde am Auge verletzt und musste mehrere Stunden im Krankenhaus behandelt werden.

Ein Bewohner hat 2 Fahrzeuge zum Tatzeitpunkt vor dem Heim gesehen.

Der Vorfall wurde durch die örtliche Polizei aufgenommen.

Die Bewohner haben Angst , dass die Ereignisse sich wiederholen.

Wir fordern, die Sicherheit der Asylbewerber zu gewährleisten, und die Täter rasch zu ermitteln und zu bestrafen.


AUFRUF

Am 13. Februar jährt sich erneut der Tag, an dem unsere Stadt Dresden 1945 zerbombt wurde und tausende ihrer Bewohner Opfer der Flammen wurden. Bis heute ist dieser Tag Anlass für alle demokratischen Kräfte in Dresden, der Opfer zu gedenken und für ein friedliches Zusammenleben und den Schutz von Menschenrechten zu demonstrieren.

Leider droht es aber auch zur Tradition zu werden, dass rechtsextreme Parteien und Gruppierungen die Zerstörung Dresdens zum Anlass nehmen, die Ursachen für diese Katastrophe zu verschleiern und ihr rassistisches und militantes Gedankengut an die Öffentlichkeit zu bringen. In den politischen Parlamenten wie auch im Alltagsleben verschaffen sich diese ewig Gestrigen bereits wieder Gehör.

Lassen wir es nicht zu, dass erneut Feindbilder unseren Umgang miteinander bestimmen!

Engagieren wir uns gemeinsam mit all unseren Ideen und demokratischen Möglichkeiten für ein respektvolles friedliches Zusammenleben und die Chancengleichheit aller Menschen und gegen rechtsextreme Haltungen und Aktionen.

Überlassen wir nicht den Rechtsextremen die Straßen unserer Stadt!

Der Ausländerrat Dresden e.V. bittet die Dresdner Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste, welcher Herkunft und Nationalität sie auch sind, mit uns Gesicht zu zeigen und sich zu beteiligen an der

Demonstration „Geh Denken“

anlässlich des 63. Jahrestags der Zerstörung Dresdens am Samstag, den 16. Februar 2008, 14:30 Uhr am Goldenen Reiter.


Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zur Anfrage der NPD-Fraktion an die Sächsische Staatsregierung vom 3.9.07

Rund 3 Wochen ist es her, nachdem indische Bürger in der sächsischen Kleinstadt Mügeln von einer großen Gruppe aufgeputschter Menschen gejagt wurden.

Noch sind die Ermittlungen zu diesem Vorfall nicht abgeschlossen, da meldet sich schon die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu Wort.

In einer großen, aus 150 Einzelfragen bestehenden Anfrage an die Sächsische Staatsregierung formuliert sie ihre Sicht auf die Ereignisse in Mügeln und äußert Mutmaßungen, die eindeutig auf rassistische Einstellungen hinweisen.

So schlagen die Fragesteller in ihrer eignen Logik eine Brücke: Inder gleich Angehörige der Shix gleich Mitglied einer militanten, mit Dolchen bewaffneten Gruppe.

Wie schon in Zeiten der NS-Herrschaft in Deutschland wird pauschal das Bild des ausländischen Lustmolches und des deutschen Mannes als Verteidiger der Ehre deutscher Frauen und Mädchen entworfen.

Schließlich wird gar die Sächsische Ausländerbeauftragte, Frau de Hass angefragt, ob sie sich veranlasst sähe, dafür Sorge zu tragen, dass sich Migranten europäischen Sitten gemäß friedlich und zivilisiert verhalten.

Der Ausländerrat Dresden e.V. erwartet, dass derart fremdenfeindliche Anfragen, die zum Ziel haben, in der Öffentlichkeit ein Bild eines unzivilisierten und aggressiven Ausländers darzustellen, entsprechend bewertet und zurückgewiesen werden.

 


Presseerklärung des Ausländerrates Dresden e.V. zu Änderungen des Zuwanderungsgesetzes verabschiedet durch den Bundesrat am 06.07.2007

Der Bundesrat hat Änderungen beschlossen, die auch in Dresden lebenden Menschen, die in unsere Stadt aus dem Ausland zugezogen sind, sowie ihre deutschen Familienangehörige betreffen werden.

Der Ausländerrat Dresden e.V. begrüßt, dass mit den aktuellen Änderungen des Zuwanderungsgesetzes längst fällige Umsetzung von 11 asyl- und migrationspolitischen Richtlinien der EU in nationales Recht erfolgt ist. Vor allem die neue Aufenthaltserlaubnis zum Daueraufenthalt - EG, einige Erleichterungen für Einreise und Aufenthalt von hochqualifizierten Migranten und die Neuregelungen zum Opferschutz werden sich positiv auf unsere Gesellschaft auswirken.

Insgesamt jedoch bleiben die Änderungen deutlich unter den Möglichkeiten der EU-Richtlinien zurück. Die deutlichen Erschwerungen des Familiennachzugs zu Ausländern wie zu Deutschen sind ungeeignete Mittel, um den Willen des Gesetzgebers Rechnung zu tragen, Zweckehen und Zwangsehen zu verhindern, und widersprechen der angestrebten familienfreundlichen Politik der Bundesregierung.

Auch die inkonsequente Verlängerung der Bleiberechtsregelung wird dem ursprünglichen Anliegen des Zuwanderungsgesetzes, Kettenduldungen abzuschaffen, nicht gerecht.

Weitere gravierende Eingriffe in das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit, die neu eingeführte Zurückweisungshaft und die Verlängerung des vorrangigen Sachleistungsbezugs nach Asylbewerberleistungsgesetz von 36 auf 48 Monate sind nur einige der Änderungen, mit denen auch das geänderte Zuwanderungsgesetz den Trend der pauschalen Verdächtigungen gegen Migranten und der Abwehr von Migration ungebrochen fortsetzt.

Wir bedauern die erneut verpasste Chance, dem politischen Bekenntnis zum Einwanderungsland Deutschland endlich einen angemessenen rechtlichen Rahmen zu geben.

 


Pressemitteilung vom 07.06.2007:
STOPPT RECHTSEXTREME GEWALTTÄTER!

Der Ausländerrat Dresden e.V. drückt seine höchste Sorge darüber aus, dass in Dresden innerhalb von wenigen Wochen brutale Überfälle mit offensichtlich rechtsextremem Hintergrund stattgefunden haben.

Ein türkischer Bürger und ein amerikanischer Student und sein Dozent wurden zusammengeschlagen und die Straftäter laufen immer noch in Freiheit.

Wir fordern von den Polizei- und Strafverfolgungsbehörden sofortige Aufklärung der Verbrechen und Bestrafung der Täter.

Es darf nicht sein, dass wenige Zeit nachdem der Jorge-Gomondai-Platz eingeweiht wurde, der den Namen des mosambikanischen Bürgers trägt, der 1991 in Dresden durch Rechtsradikale ermordet wurde, wieder die Menschen überfallen werden, die „nichtdeutsch“ aussehen.

Offensichtlich fühlen sich die rechtsextremen Gewalttäter in letzter Zeit sicher, dass sie unbestraft ihre Verbrechen begehen können.

Es ist auch unverständlich, dass die Menschen geschlagen werden und keiner das gesehen haben will und keiner ihnen Hilfe geleistet hat, um das zu verhindern.

Wir rufen Dresdner und Dresdnerinnen dazu auf, es nicht zuzulassen, dass der Ruf unserer weltoffenen Stadt durch die rechtsextreme Gewalttäter beschädigt wird.

 

 

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